Workshop-Reihe:
Künstliche Intelligenz in Film und Fernsehen
Gewerkespezifische Praxis statt Buzzwords
Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitsweise in Film und Fernsehen grundlegend. Neue Tools beeinflussen Recherche, Stoffentwicklung, Produktion, Postproduktion und Gestaltung. Entscheidend ist heute nicht mehr, ob KI eingesetzt wird – sondern wie.
Die exklusive Workshopreihe „KI in Film und Fernsehen“, entwickelt für die Deutsche Akademie für Fernsehen, vermittelt praxisnahes und gewerkespezifisches Know-how für Ton, Regie und Kamera, Schnitt, Produktion, VFX, Szenen- und Produktionsdesign sowie Maskenbild.
Im Fokus stehen konkrete Anwendungen, erprobte Workflows sowie Chancen, Grenzen und rechtliche Rahmenbedingungen. Ziel ist es, Sicherheit im Umgang mit KI zu schaffen – für bessere kreative Entscheidungen, effizientere Prozesse und ein souveränes Auftreten im professionellen Umfeld.
Der modulare Aufbau mit vier kompakten Sessions ermöglicht eine direkte Umsetzung in der Praxis und lässt sich optimal mit laufenden Produktionen vereinbaren.
STRUKTUR
Die Workshopreihe besteht aus vier aufeinander abgestimmten Sessions à ca. vier Stunden.
Drei Termine finden digital statt, eine Einheit wird hybrid durchgeführt. So entsteht maximale Flexibilität bei gleichzeitig hohem Praxisbezug.
Alle Sessions sind modular aufgebaut und kombinieren Input, Demonstrationen und praxisnahe Übungen. Ziel ist es, nicht nur Verständnis zu schaffen, sondern konkrete Handlungssicherheit für den Arbeitsalltag zu vermitteln.
Für eine bessere Vereinbarkeit im beruflichen Alltag, finden alle Workshops an einem Samstag im Zeitraum zwischen 9 Uhr und 14 Uhr statt!
Wir bitten um eine Anmeldung bis spätestens 07. April 2026.
Session 1
Grundlagen & Orientierung
Einführung in zentrale KI-Technologien, Begriffe und Funktionsweisen. Überblick über aktuelle Tools im Film- und Fernsehkontext sowie Einordnung von Chancen, Grenzen und rechtlichen Rahmenbedingungen.
Session 2
Gewerkespezifische Anwendungen
Konkrete Einsatzmöglichkeiten entlang der Wertschöpfungskette: von Stoffentwicklung und Recherche über Produktionsplanung bis Postproduktion. Praxisbeispiele und erste eigene Anwendungsschritte.
Session 3
Gewerkespezifische Vertiefung
Wie lassen sich KI-Tools sinnvoll in bestehende Arbeitsprozesse integrieren? Effizienzsteigerung, Qualitätssicherung und strategischer Einsatz im Projektalltag. Austausch zu Best Practices.
Gewerkespezifisch!
Session 4
Interdisziplinäre Abschlussveranstaltung (hybrid)
Interdisziplinäre Abschlussveranstaltung (hybrid) mit Paneldiskussion der Referenten sowie Q+A in Kooperation mit dem Seriencamp als Teil von PLOT NXT am Freitag, 12. Juni 2026 von 10:30 bis 16:00 Uhr in Köln- Ehrenfeld*
Termin: 11. April 2026
ab 10 Uhr
Termin: 25. April 2026
09-13 Uhr oder 10-14 Uhr
Termin: 23. Mai 2026
09-13 Uhr oder 10-14 Uhr
Termin: 12. Juni 2026
*Alle Teilnehmende des Workshops können kostenlos das Programm von PLOT NXT am Donnerstag 11. Juni 2026 und Freitag 12. Juni 2026 in Köln Ehrenfeld besuchen
REFERENTEN
Die praxisnahen Module werden von erfahrenen Profis aus den jeweiligen Gewerken geleitet, die KI-Anwendungen direkt aus ihrem beruflichen Alltag vermitteln. Für die übergreifenden Grundlagen, strategischen Einordnungen und technologischen Hintergründe zeichnet KI-Experte Michael Zschiesche verantwortlich.
INHALTE
Regie
KI unterstützt Regisseur*innen bereits in der Konzept- und Drehbuchphase. Sprachmodelle helfen bei Storylines, Figurenentwicklung und Dialogen, lösen Schreibblockaden und liefern kreative Alternativen. Drehbuch-Analysetools identifizieren Optimierungspotenziale und beschleunigen den Entwicklungsprozess.
In der visuellen Planung ermöglichen Bildgeneratoren und Storyboard-Tools die schnelle Erstellung von Moodboards und Previsualisierungen. KI-gestützte Systeme analysieren Kameraführung, Licht und Bewegungsabläufe und liefern Vorschläge für Einstellungsgrößen, Perspektiven und Bildstimmungen. So wird die kreative Vision früh konkret und planbar.
Kamera
Im Kameradepartment optimiert KI Bildgestaltung, Licht und Farblooks. KI-basiertes Color Grading sorgt automatisiert für konsistente, hochwertige Bildwelten. Assistenzsysteme unterstützen bei Komposition, Brennweitenwahl und Kamerabewegungen bereits in der Previsualisierung.
Während des Drehs arbeiten KI-gestützte Fokus- und Tracking-Systeme im Hintergrund, in der virtuellen Produktion steuern Algorithmen Echtzeit-Umgebungen und Hintergründe. Auch einfache Bildmanipulationen oder Look-Anpassungen lassen sich automatisiert umsetzen.
Ergebnis: KI entlastet bei Routinen und erweitert zugleich den kreativen Handlungsspielraum von Regie und Kamera.
In Schnitt und Postproduktion ist KI längst fester Bestandteil moderner Workflows. Aktuelle Programme wie DaVinci Resolve, Adobe Premiere Pro oder Avid Media Composer integrieren intelligente Funktionen, die zeitintensive Routineaufgaben massiv beschleunigen: automatische Transkriptionen für textbasiertes Schneiden, intelligente Stabilisierung, Maskierung von Objekten, Rauschreduktion, Auto-Reframing oder das automatisierte Unkenntlichmachen von Gesichtern und Kennzeichen.
Darüber hinaus erweitern spezialisierte KI-Tools die Möglichkeiten in Bild- und Tonbearbeitung. Anwendungen für Video-Upscaling verbessern Auflösung und Details automatisch. KI-gestützte Audio-Tools analysieren und optimieren Mischungen eigenständig und schlagen passende Einstellungen für Dialog, Musik und Effekte vor.
Auch generative KI hält Einzug in die Postproduktion: Stimmen können synthetisch erzeugt oder angepasst, Dialoge automatisiert übersetzt und lippensynchron eingefügt werden. KI-Schnittassistenten erkennen Pausen oder Versprecher und erstellen erste Rohfassungen – besonders relevant für schnelle Social- und Online-Formate. Bild- und Videogeneratoren ermöglichen zudem das Erstellen oder Ersetzen von Hintergründen, Szenen oder fehlenden Einstellungen per Prompt.
Im Bereich Ton unterstützt KI sowohl technisch als auch kreativ. Moderne Audio-Programme integrieren lernende Algorithmen, die Hintergrundgeräusche automatisch entfernen, Hall reduzieren oder Dialoge klarer und verständlicher machen. Selbst stark gestörtes Originalmaterial kann so deutlich aufgewertet werden.
In der Postproduktion analysieren KI-Tools Tonspuren und schlagen optimale Einstellungen für Equalizing, Kompression und Lautstärkeverhältnisse vor. Dialog, Musik und Sounddesign lassen sich schneller sauber ausbalancieren. Auch automatische Transkriptionen erleichtern Schnitt, Untertitelung und Synchronprozesse.
Für Voice-Over und Synchronisation eröffnen KI-Stimmen neue Möglichkeiten: Texte können in unterschiedlichen Stimmlagen generiert, bestehende Stimmen angepasst oder Dialoge in andere Sprachen übertragen werden – inklusive lippensynchroner Anpassung. Das beschleunigt internationale Fassungen und Vorabversionen erheblich.
Beim Sounddesign helfen KI-Systeme zudem, passende Atmosphären oder Effekte vorzuschlagen und aus Datenbanken kontextbezogen auszuwählen. In Kombination mit Analyse-Tools können akustische Stimmungen gezielt erzeugt oder an Referenzwerke angepasst werden.
Auch in Produktion und Herstellungsleitung sorgt KI für spürbare Effizienzgewinne. KI-gestützte Tools analysieren Drehbücher automatisch, extrahieren Figuren, Motive, Requisiten und Effekte und erstellen daraus strukturierte Breakdowns. Auf dieser Basis entstehen mit wenigen Klicks erste Drehpläne, Dispositionen und Call Sheets – inklusive zeitlicher Kalkulation und Abgleich mit Verfügbarkeiten von Team und Locations.
Intelligente Planungssysteme unterstützen bei Terminfindung, Ressourcenkoordination und Kalenderabgleichen. Viele Abstimmungsprozesse, die bislang manuell und zeitintensiv waren, lassen sich so deutlich beschleunigen. Auch die Erstellung von Dispositionslisten wird effizienter: KI generiert strukturierte Entwürfe, die anschließend von Aufnahmeleitung oder Produktionsleitung finalisiert werden.
Für Produzent*innen bieten KI-Analysetools zusätzliche Entscheidungshilfen. Systeme zur Drehbuch- und Marktdatenanalyse bewerten Projekte anhand von Genretrends, Zielgruppenpassung, Cast-Faktoren oder Release-Zeitfenstern und liefern datenbasierte Einschätzungen zu Marktpotenzial und Erfolgschancen.
Zudem integrieren etablierte Produktionssoftwares zunehmend KI-Module, etwa zur Budgetplanung oder zur automatisierten Kostenschätzung auf Basis von Drehbuchdaten.
Ergebnis: KI reduziert Planungsaufwand, minimiert Fehlerquellen und schafft mehr Freiraum für strategische und kreative Entscheidungen innerhalb der Produktion.
Im Bereich VFX und erweiterte Postproduktion treibt KI die Automatisierung komplexer Arbeitsschritte massiv voran. Aufgaben wie Rotoscoping, Maskierung, Tracking oder Clean-Up, die früher viele Stunden Handarbeit erforderten, lassen sich heute durch KI-gestützte Tools deutlich schneller und präziser umsetzen. Moderne Software erkennt automatisch Personen, Objekte oder Hintergründe und trennt sie framegenau vom Rest des Bildes.
Auch beim Compositing unterstützt KI: Hintergründe können ersetzt, Himmel ausgetauscht oder ganze Umgebungen generiert werden – teilweise in Echtzeit. Generative Modelle ermöglichen es, fehlende Bildelemente zu ergänzen, Set-Erweiterungen umzusetzen oder digitale Assets per Texteingabe zu erzeugen. Dadurch werden aufwändige Greenscreen- oder CGI-Prozesse effizienter und flexibler.
Im Bereich Motion Design und Animation hilft KI bei der Simulation von Licht, Physik und Bewegungsabläufen. Sie kann komplexe Partikeleffekte, Crowd-Simulationen oder digitale Doubles vorbereiten und optimieren. Gleichzeitig verbessern lernende Algorithmen Rendering-Prozesse, indem sie Bildrauschen reduzieren oder Renderzeiten verkürzen.
Auch in der finalen Postproduktion sorgt KI für Qualitätssteigerung: automatisierte Retusche, intelligente Schärfekorrektur, Deep-Fake- oder Face-Replacement-Technologien sowie KI-gestützte Stiltransfers erweitern das kreative Spektrum erheblich.
Im Szenen- und Produktionsdesign entfaltet KI ihren größten Mehrwert im kreativen Entwicklungsprozess. Generative Bild-KIs ermöglichen es, Räume, Landschaften, Gebäude oder Requisiten innerhalb von Sekunden visuell zu entwerfen und in unterschiedlichen Stilrichtungen zu variieren. So entstehen schnell Moodboards, Konzeptentwürfe und konkrete Designideen für Sets und Ausstattungen.
Statt aufwendig Einzelstücke zu produzieren oder lange nach passenden Requisiten zu suchen, können Szenenbilder KI-generierte Grafiken, Muster oder Bildwelten entwickeln und anschließend physisch umsetzen – etwa als Druck, Fräsvorlage oder 3D-Objekt. Auch fiktive historische Elemente, Poster oder Kunstwerke lassen sich effizient erstellen und individuell anpassen.
Für die Previsualisierung von Sets wird KI ebenfalls eingesetzt: Aus einfachen Skizzen entstehen realistische Umgebungen, die als Grundlage für Kulissen, Hintergründe oder virtuelle Sets dienen. In LED-Volume-Produktionen generieren KI-gestützte Engines fotorealistische Räume in Echtzeit und erweitern so das Szenenbild digital.
Darüber hinaus unterstützen KI-Systeme bei der Organisation und Verwaltung von Ausstattung – etwa durch bildbasierte Datenbanken, die Requisiten und Möbel automatisch erkennen und katalogisieren.
Maskenbild
Auch im Bereich Maske eröffnet KI neue Möglichkeiten. In der Konzeptphase können Make-up-Designs, Alterungsprozesse, Fantasyelemente oder Spezialeffekte visuell vorab simuliert werden. KI-gestützte Tools analysieren Gesichtsstrukturen und ermöglichen realistische digitale Tests von Prothesen, Narben, Tattoos oder Alterungs-Make-up, bevor physische Arbeiten beginnen.
In Kombination mit VFX erlaubt KI zudem das digitale Verfeinern von Make-up-Effekten in der Postproduktion – etwa bei Hautanpassungen, Retuschen oder dem Angleichen von Prothesen. Für aufwändige Produktionen können digitale Doubles oder Face-Replacement-Technologien genutzt werden, um Maskeneffekte zu ergänzen oder zu optimieren.
Auch hier unterstützt KI organisatorisch: Referenzbilder für Continuity können automatisch verglichen werden, um Make-up-Details konsistent zu halten.
KOSTEN:
199 Euro
ANMELDUNG
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Die Workshop-Reihe wird gefördert von: